Kennst du Lerici und Porto Venere?

Aktualisiert: 6. Feb.

Wer meinem Blog folgt weiß, dass Ligurien meine Lieblingsregion ist. Und in dieser kleinen so grünen Region im Norden Italiens, gibt es 2 Orte von denen ich dir heute ein bisschen was erzählen möchte.


La provincia di La Spezia

Die Provinz von La Spezia liegt am Anfang der Riviera di Levante, wenn du von der Toscana kommst. Den Übergang von der Toscana nach Ligurien bemerkst du gleich. Ganz egal ob du mit dem Auto fährst oder mit dem Zug.


Es ist so grün und sehr hügelig. Auch die Toscana hat sehr viele hügelige Gebiete. Nur die Hügeln rund um Massa di Carrara, wo übrigens der bekannte italienische Marmor abgebaut wird, haben eine eher karge Landschaft.


Im Gegensatz zu Ligurien, wo das Grün der Landschaft absolut überwiegt. Wahrscheinlich nur in den ganz heißen Sommermonaten wie von Mitte Juli bis Ende August, ist es etwas trockener.


Und wenn du dann durch Ligurien fährst, in diesem Fall die Landschaft um La Spezia herum, bemerkst du am Rand die vielen farbigen kleinen Häuser, die verschachtelt zusammenstehen und meist so ein kleines Dorf kreieren.


Wenn du das Meer sehen möchtest, musst du dich allerdings links halten und bei Sarzana (die Stadt mit dem schönsten Antikmarkt) von der Autobahn runterfahren und fährst auf der SS432 > SP331 Richtung Lerici.



Lerici und seine Geschichte

Die Stadt am Golfo di La Spezia, hat mehr wie 10.000 Einwohner und liegt direkt am Meer. Der Golf wird auch Golfo dei poeti genannt. Und Lord Byron hat den Golf von Portovenere nach Lerici durchschwommen.


Aber nicht nur der Lord hat die Schönheit des Golfes erkannt. Auch Dante hat hier geweilt und erwähnt den Steilhang des untersten Felshanges in seinem Werk “La divina commedia”.


Percy Bysshe Shelley und seine Frau Mary hielten sich in Lerici auf. Eines Tages ertrank Percy und sein Freund Lord Byron, ließ ihn in Lerici verbrennen. Seit diesem Moment wird er Golfo dei poeti genannt und zieht bis dato immer noch viele Touristen an.


Ich glaube nur die Cinque Terre und Portofino übertreffen diesen Tourismus in Ligurien.


Das Castello di Lerici hat ganz oben auf der Plattform eine dreieckige Piazzetta mit einem unglaublichen Blick auf Porto Venere. Eine kleine Halbinsel die gegenüber liegt.


Ich hatte mal das Glück ein klassisches Gitarrenkonzert dort unter einem unglaublichen Sternenhimmel zu erleben. Das war einfach nur so toll, dass ich den ganzen Abend wie trunken durch die Gassen in Lerici lief.

Natürlich hat Lerici auch ein Centro Storico, welches sich am Hang erstreckt. Mit vielen kleinen Gassen und Treppen aus Bruchstein, die alle nicht perfekt sind. Auch hier bestehen immer noch viele Botteghe, Bar und piccoli Ristoranti, wo man sehr viel Fisch ist.


Und bei einem Ort am Meer darf natürlich auch nicht der Lungomare fehlen. Er erstreckt sich einige Kilometer am Meer entlang und wird von den Italienern für die Passeggiata genutzt.



Portovenere die kleine, magische und bunte Halbinsel

Als ich das erste Mal in Porto Venere war, hatte ich das Gefühl, dass diesen Ort eine Magie umgibt. Es ist ein kleiner Ort mit einem Minikleinen Strand, ein oder zwei Gassen die eng sind. Wie man sie so oft in Italien findet.


Das eigentlich magische ist der Aufgang zur Kapelle, die sich oben auf einem Felsen befindet und vom Meer umgeben ist. Wenn du dann in dieser kleinen Kapelle stehst und siehst ringsum nur das Meer und einige Felsen aus dem Wasser ragen … dann ist es ein unglaubliches Gefühl. Für mich war es ein Glücksgefühl. Ich kann dir nicht sagen warum. Es war einfach so. Ich hatte das Gefühl, dass ich schweben würde.


Übrigens bin ich mit diesem Gefühl nicht allein. Später habe ich erfahren, dass es vielen ebenso ergangen ist.


Es gibt eine Segelschule, die einmal im Jahr mit einer Yogagruppe eine Wochenendtour macht und der krönende Abschluss ist ein Yogaauftritt in der kleinen Kapelle beim Sonnenuntergang.



Die Farben, das Licht, das Klima und die magische Atmosphere

Ich kann dir nicht sagen, wie es anderen Menschen geht, wenn sie in Ligurien sind. Und ganz besonders in diesen beiden Orten, die für mich immer besondere Erinnerungen beherbergen.


Das Licht in Ligurien, was so viel wärmer und leuchtender ist, wie in den anderen Regionen Italiens, kommt durch die Farben der Häuser. Und natürlich durch das Grün der Natur und die Farbe des Meeres was durch die Sonne reflektiert wird.


Die Farben der Häuser findet man überwiegend nur in Ligurien.


Es erscheint dir so warm mit diesen fantastischen Farben, dass es dich richtiggehend umhüllt und dich einfach nur gut fühlen lässt.


Das milde Klima tut noch seines dazu. Selbst im Winter wird es nie richtig kalt. Weihnachten 1997 sass ich mit einem T-Shirt auf dem Balkon. Es waren 18°C und die Sonne schien mir ins Gesicht.


Der Grund für dieses Klima sind die Berge des Appenino welche die Küste und ihre kleinen Dörfer schützt. Man sagt von Ligurien auch La dolce Liguria dove è sempre la primavera (Das milde Ligurien wo es immer Frühling ist)



Noch ein kleiner kulinarischer Tipp

Also sollte es dich mal nach Ligurien verschlagen, empfehle ich dir die Testaroli al pesto zu essen.

Die Testaroli sehen aus wie Pancake, nur dass sie salzig sind und man z.b. mit frischgemachtem Pesto isst. Das Pesto wird einfach nur darüber geschmiert. Es ist eine Köstlichkeit und du solltest es dir auf keinen Fall entgehen lassen.



So und jetzt lass ich dich ein bisschen allein mit diesen farbigen und milden Eindrücken von diesen beiden wunderschönen Orten. 😉🍋



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