Bologna è la dotta, la grassa e la rossa

So wird sie genannt, die Capitale der Emilia Romagna. Warum sie so genannt wird und was diese Stadt sonst noch zu verbergen hat, das erfährst du in diesem Artikel.



Was steckt hinter dieser Stadt, außer ihren Due Torri und die Tortellini?

La dotta bedeutet: Die Gelehrte. Die Gelehrte, weil Bologna die älteste Universitätsstadt der westlichen Welt ist, gegründet im Jahre 1088.

Bekannte Namen wie Dante Alighieri oder Albrecht Dürer waren hier Studenten.


La grassa (die Fette) weil Bologna und die Emilia Romagna bekannt für ihre Wurst sind. Wie z.B. la Mortadella. Aber nicht nur … auch die typischen Pastagerichte wie die Tortellini, Tortelloni und nicht zu vergessen die Lasagne haben ein enormes Kaloriengewicht. Aber Hand aufs Herz: Es ist auch sehr lecker!


La rossa weil die Dächer der Stadt rot sind. Allerdings der Hauptgrund eher politischer Natur ist: Die Stadt und ihre Region war in ihrer politischen Geschichte immer eher links orientiert. Was die roten Dächer betrifft,... wenn du auf die Due Torri kletterst, wirst du dieses einmalige Erlebnis verstehen. Keine Stadt Italiens hat solch einen Blick auf die Dächer wie Bologna.


Die Universitätsstadt beherbergt jedes Jahr ca. 85.000 Studenten. Viele von ihnen kommen auch aus dem Ausland, um an dieser alten Universität studieren zu können. Und das kannst du beobachten, wenn du die Via Zamboni runterschlenderst. Il movimento studentesco ...das spielt sich dort ab. Übrigens ist die Universität Bolognas eine der wichtigsten Einnahmequellen der Stadt.



I portici

Bologna ist bekannt für seine Arkaden. Die Stadt ist voll davon.

Wenn es mal regnet ist das nicht schlimm, denn shoppen kann man in der Stadt auch sehr gut ohne Schirm. Der Nachteil der vielen Arkaden ist allerdings auch, dass sie nicht viel Licht in die Stadt hinein lassen. An manchen Tagen wirkt sie fast düster. Aber das ist vielleicht auch ihr eigener Charme.


Warum hat diese Stadt eigentlich so viele Arkaden?

Im Jahre 1041 bedurfte es mehr Wohnraum in der Stadt und so beschloss man, die Arkaden zu bauen, um darüber Wohnraum zu schaffen. Das Konzept klappte sehr gut und wurde so erweitert. Bis zu dem Punkt, dass sie insgesamt 38 km lang waren. Seit März 2021 gehören I portici zum Weltkulturerbe der UNESCO.


Die längste Arkadenstraße der Welt geht zur Kirche San Luca hoch. Sie ist 3.796 mt lang, sie hat 666 Arkaden, 15 Kapellen und 489 Stufen. Wenn du zu Fuß gehst brauchst du etwas über 1 Stunde. Es gibt auch viele Jogger die hoch und wieder runter joggen. San Luca liegt 300mt über dem Meeresspiegel.


Wenn du dann oben angekommen bist, wirst du mit einem unglaublichen Blick über Bologna belohnt.


Das Guckloch von Bologna

Die Stadt hat auch einen Fluss, der sich Reno (Rhein) nennt. Er ist nicht gerade klein. Außerhalb des Stadtzentrums sieht man ihn sehr gut. Wenn du dich dann allerdings in die Innenstadt bewegst, wirst du ihn nicht mehr sehen.


Es gibt allerdings einen Ort wo du ihn sehen kannst. Im Centro storico in der Via Piella. Dort findest du la finestrella (das Guckloch) und siehst den Fluss als Kanal. Der Kanal verläuft unter der Stadt und sieht man lediglich auf dieser kleinen Brücke der Stadt. Entlang des Kanals kannst du auch die Rückfronten der palazzi mit ihren balconcini sehen. Wirklich wunderschön.


Die Altstadt und ihr Gemüsemarkt

Und wenn du dann il centro storico (die Altstadt) besuchst, kannst du nicht anders, als den mercato ortofrutticolo (Gemüsemarkt) besuchen. Und es gibt natürlich nicht nur Gemüse dort zu kaufen. Sondern auch Fleisch, Wurst, Käse und nicht zu vergessen den Fisch. Alles trifft sich in den engen kleinen Gassen, wo sich viele Menschen tummeln. Nicht nur die bolognesi, sondern inzwischen auch die Touristen. Und laut ist es natürlich auch.


Ein anderer bekannter Markt, ist der Mercato delle Erbe in der Via Ugo Bassi. Er liegt in einem Gebäude, was natürlich auch sehr alt ist und die bancarelle (Marktstände) sind in der Mitte der Markthalle. Und die kleinen Botteghe befinden sich am Rand. Du findest dort auch Lokale, wo du deinen Caffè trinken kannst oder aber das In-Lokal “Altro?”, wo es viele Leckereien gibt.


Und la piazzola (der Wochenmarkt) findet jeden Freitag und Samstag auf der Piazza Otto Agosto statt. Dort findest du alles außer Cibo (Lebensmittel).




Die ganz eigene Sprache der Bolognesi

Die Bewohner der Stadt, i bolognesi DOC, haben ihre ganz eigene Sprache: ihren Dialekt. Die Aussprache ist sehr stark bei den beiden Buchstaben S und das C ausgeprägt (im deutschen hört es sich wie das SCH an). Wer nur das klassische Italienisch versteht, wird am Anfang seine Schwierigkeiten haben, die bolognesi zu verstehen. Aber das macht sie so liebenswert. Ich persönlich nenne sie auch liebevoll die tortellini.


Auch gibt es sehr viele Wörter die nur die bolognesi benutzen, wie z.b. la spazzatura (der Müll) der in ihrem dialekt rusco heißt. Oder il tiro (der Türöffner vom palazzo). Und so können sich im Prinzip nur die bolognesi unter sich verstehen.



Die bekannten Persönlichkeiten aus Bologna

Die Stadt in der Emilia ist nicht nur wegen ihrer Küche sehr bekannt oder der Universität. Es gibt so einige Persönlichkeiten, die selbst in Europa bzw international bekannt sind.


Wie z.b. Lucio Dalla der Sänger. Ihm zu Ehren gibt es nel centro storico eine Statue. Man kannte ihn auch, weil er mit seinem damaligen Hausschwein in der Innenstadt spazieren ging. Und er daraus keinen Hehl gemacht hat.


Er begann als Jazzmusiker und war mit den Jahren ein sehr bekannter Liederdichter (cantautore). Besonders bekannt wurde er mit dem Lied “Caruso” welches er am 23. März 1986 in New York sang und sein internationaler Durchbruch war. Am 1. März 2012 starb er in Montreux.


Die Hügel von Bologna

I colli bolognesi sind sehr nah bei der Stadt und wunderschön. Im Süden der Emilia und eben auch der Stadt, findet man die Colli mit ihren kleinen Bergdörfern. Und umgeben von vielen Weinbergen, wo die roten und hellen Weinreben wachsen. Dort wird der Wein für den Pignoletto classico (Weißwein) und Barbera (Rotwein) angebaut. Das sind die beiden klassischen Weine der zona bolognese. Aber auch der Merlot und Cabernet Sauvignon.


Ist Bologna eine Reise wert?

Bologna und die Umgebung ist absolut eine Reise wert. Davon mal abgesehen, hat die Stadt eine strategische Position. Man ist sehr schnell in Florenz oder Venedig. Auch Verona ist nur eine 1,5h entfernt. Und wenn du ans Meer fahren möchtest, bist du sehr schnell an der Adria oder am toskanischen Mittelmeer.


Und solltest du mehr Informationen benötigen, dann schreibe mir gerne.


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